Fertigkeiten Stufe 3

Tenuriels Fertigkeiten auf Level 3
FertigkeitBezugs-
attribut
Fert.-mod. Attributs
-mod.
RangSonstige Mod.
Auftreten CH 1 +1 0 0
Balancieren GE* 3 +3 0 0
Beruf WE - 0 - -
Bluffen CH 1 +1 0 0
Diplomatie CH 0 +1 0 0
Einschüchtern CH 4 +1 3 0
Entdecken WE 0 0 0 0
Entfesselungskünstler GE* 3 +3 0 0
Fälschen IN 1 +1 0 0
Handwerk IN 1 +1 0 0
Heilkunde WE 0 0 0 0
Informationen sammeln CH 1 +1 0 0
Klettern ST* 1 +1 0 0
Konzentrieren KO 1 +1 0 0
Lauschen WE 2 0 2 0
Leise bewegen GE* 3 +3 0 0
Lenken GE 3 +3 0 0
Lippen lesen IN - +1 - -
Mechanismus ausschalten IN 2
+1 1
-
Mit Tieren umgehen CH - +1 - -
Motiv erkennen WE 0 0 0 0
Naturkunde WE 0 0 0 0
Reiten GE 3 +3 0 0
Reparaturen IN 1 +1 0 0
Schätzen IN 1 +1 0 0
Schlösser öffnen GE - +3 - -
Schriftzeichen entschlüsseln IN - +1 - -
Schwimmen ST 3 +1 2 0
Seil benutzen GE 3 +3 0 0
Sprengstoffe IN 1 +1 0 0
Springen ST* 3 +1 2 0
Suchen IN 1 +1 0 0
Turnen GE* - +3 - -
Verkleiden CH 1 +1 0 0
Verstecken GE* 3 +3 0 0
Wissen(Religion) IN 4
+1 2
0
Wissen(Traumsaat) IN 2
+1 1
0

7.1.08 18:57, kommentieren

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Entflammte Kunst

Wir ruhen uns in der Nothütte aus. Ein am Giebel hängendes Engelskreuz deutet darauf hin, dass die Balken manchem glaubensfesten Mann ein Heim für die Nacht geboten haben. Ich leide starke Schmerzen und versuche ihnen mit der bekannten Blätterkur, der ich seit Nürnberg regelmäßig fröne, Herr zu werden. Die Schattenspringer haben mir in der Tat mehr zugesetzt, als ich es erst gedacht habe. Da die Zeitler sich dazu entschlossen haben, in unmittelbarer Reichweite zu uns die Nacht zu verleben, nutze ich ein Gespräch mit ihrem Anführer Gerd dazu, mich von meinen Schmerzen abzulenken. Ich zeige mich erstaunt darüber, dass die Zeitler so weit von Nürnberg operierten. Gerd verweist in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass das segensreiche Gabrielsland von den Horden der Traumsaat verschont ist aufgrund der getroffenen Maßnahmen unseres Ordens. Aus diesem Grund, müssen die Zeitler weite Wege zurücklegen, um den sich übenden Gabrieliten noch etwas bieten zu können. Welch schwere Aufgabe diese Templer tragen.


Mein Gespräch mit Gerd nutzen Rhuriel und Marielle für einen Dialog, der sich in eine angeregte Diskussion und schließlich in einen ausgewachsenen Disput wandelt. Gerd verlässt unsere Notunterkunft und ich frage, was denn überhaupt der Kern dieses Crescendos wäre. Es ginge um Rhuriels und meinen Konsum bestimmter Substanzen. Ich sehe darin nicht das Problem, versichere aber, diesen Aspekt einer kritischen Prüfung zu unterziehen und mich einzuschränken.


Am nächsten Morgen tritt ein Zeitler an Marielle her und bittet sie, den Zeitlern etwas von ihren Künsten am Bogen zu zeigen. Und wenn Marielle eine Sache beherrscht, dann das. Als wäre es einen Sehne ihres eigenen Körpers spannt sie ihren Bogen und verschießt einen Pfeil mittels ihres Bogens als Exempel für eine unbedingte Präzision. Den Zeitlern kann sie weiterhin verschiedene Kniffe auf den Weg geben, dann trennen sie die Wege von uns Engeln und den Zeitlern. Wir schwingen uns hinauf in die Lüfte des neuen Morgens.


Nach Innsbruck ist es nicht mehr weit. Wir überfliegen die letzten Bergrücken, um dann die Stadt vor uns zu sehen. Sie liegt in einem Tal und wird von dem namensgebenden Fluss durchströmt. Eine Straße führt nach Norden Richtung Gabrielsland. Eine weitere nach Süden direkt hinein in Michaelisland. Und eine führt wieder zu den unsteten Wirrköpfen der Ramieliten nach Osten. Von Nahem betrachtet, zeichnen sich feine Ornamente, Fresken und Verzierungen, bunte Farben einer ganzen Farbpalette ab. Ich beginne zu staunen. Aber liegt vor uns nicht auch die Stadt, die so arg um Beistand ersucht hat, weswegen wir hier sind?


Als wäre es schon die pure Routine, landen wir auf der Plattform, die in einem Anbau der Kirche angebracht ist. Ein wirklich fahriger Mensch begrüßt uns. Er trägt seine Kleidung auf eine sehr spezielle Weise. Anstatt den Stoff seine ausladenden Robe die Chance zu geben Falten zu bilden, liegt seine Kleidung eng an, durch Schnüre wie einen leicht abgewandelten Schnitt bewirkt. Es gelingt nicht vielen Menschen der Kirche, mich in Erstaunen zu versehen, aber durch seine flamboyante Art verstört er mich. Ich stelle die Schar vor und lasse nach Erzbischof Rob bitten. Der Kauz, er stellt sich als Rutger vor, merkt an, dass der Erzbischof zu dieser Stunde verhindert wäre. Dann spielt er weiter mit seinen Kinderfarben herum. Malt er jetzt etwa Aquarelle gegen die eigene Angst? Was für ein Dummkopf. Ich höre ein Säuseln aus der Kammer, die nur dem Erzbischof ein Heim bieten kann und gehe geschwind darauf zu. Marielle fragt mich, was ich vorhätte, aber mir langt es nur noch. Ich öffne die Tür und blicke in eine Schatzkammer. Was ich erblicke, ist schwer in Worte zu fassen, aber gleichzeitig auch nicht, ist es doch vor allem mannigfaltig in den Sagenbüchern beschrieben worden, die für eine jüngere Leserschaft verfasst wurden und an denen ich mich von Zeit zu Zeit auch gerne erfreute als ich noch in Nürnberg weilte. Der Raum platzt hier aus allen Nähten. Bilder reihen sich an Statuen, reihen sich an Skulpturen, reihen sich wieder an Bilder. Ein Taumel für die Augen. Aber da im Bett, der Erzbischof und – ein weiterer Mann. Ich kehre aus den Abenteuerlanden zu meinem Auftrag zurück. Meine Gesichtszüge werden zu harten Linien, als ich ihn anfahre. Marielle fasst allem Anschein die Szenerie weit weniger schmachvoll auf. Währenddessen klage ich den Erzbischof an, was er sich denke, dass er sich gar nicht über die Konsequenzen seines Lotterlebens im Klaren zu sein scheint und all die anderen Argumente, die mir in den Kopf schießen, wo ich einen Stein aus dem Firmament der Kirche brechen sehe. Es reicht mir, Knappe Personen wie der des Erzbischofs zu sein, der meine Schar und mich als Laufburschen einsetzt, während er sich mit seinem Lustburschen hier vergnügt. Langsam, langsam beginnt mein Zorn zu sinken. Ich habe meinen Protest zum Ausdruck gebracht und dadurch dokumentieren lassen, dass Rob allen Ernstes eine Protestnote seinerseits nach Nürnberg schicken möchte, um sich über mein Verhalten zu beschweren. Alles sei hier anderes als in Nürnberg gelagert, hier, wo die Künste und die Profession der Artisanen gefeiert würden, poltert Rob. Dann stoßen wir zur Essenz unserer Anwesenheit vor.


Im Süden und im Osten komme es immer wieder zu Übergriffen auf Lederer, denen neben ihren Waren auch ihr Leben abgenommen wird. Auch die Anwesenheit der sie als Sicherheit begleitenden Zugvögel ließe die Folge von schlimmen Überfällen nicht abreißen. Ich nüchtere meine Abscheu gegenüber Rob aus und erkläre, dass wir uns um die Hintergründe kümmern würden. Marodierende Räuber würde es hier bald nicht mehr geben. Dann verlassen wir diesen Abort und gehen in die Stadt, um Erkundigungen einzuziehen.


Auch in der Stadt begegnen uns Farben, Girlanden und bunte Ornamente überall. Sogar Wasser abweisende Vordächer aus dehnbarem Material sie überall zu sehen. Das chronische zu wenig an Farbe weicht hier fast einem ernsten Überangebot an Spektren. Wenn hier jemand etwas über die Überfälle weiß, dann die Lederer oder Zugvögel, die sich hier in den Gaststätten herumtreiben müssten. Wir betreten ein Lokal, das dem Emblem nach mit springenden Gämsen zu tun hat. Die Wirtin lädt mich und Rhuriel auf ein heißes Met ein, Marielle verzichtet, da sie sich unwohl dabei fühlt, in einem Lokal einzukehren, dessen Stühle mit Tierfellen und -häuten überzogen sind. Von der Wirtin erfahre ich, dass ich bei unserer vorrangigen Frage eine Lederin mit dem Namen Irene aufsuchen sollte. Diese könnte mir mehr über die Überfälle erzählen. Als Italienerin könnten wir sie am Südtor finden. Ich bedanke mich für den Met, segne ihre Kneipe und schenke der Wirtin zum Abschluss noch eine meiner Federn.


Am Südtor kennen die Templer Irene, oder besser Mama Irene. Sie wäre seit ihrer letzten Reise im Gasthaus zur Grünen Aue abgestiegen. Auf dem Weg dorthin streiten Rhuriel und Marielle wieder einmal. Es geht wieder um Rhuriels Konsum ihrer in Pillenform gepressten Arzneien. In den folgenden Augenblicken kommen in rascher Folge diverse Dinge zu Einsatz: Marielles Hände, beinahe ein Wassertrog, Rhuriels drahtige Arme, eine von Marielle geschwungene Wasserkelle und irgendwann auch noch Animo, das Wiesel. Beide Scharmitglieder erwarten von mir nun eine Positionsbestimmung wie ich zu all dem stünde. Ehrlich gesagt, die Situation lässt mich keine Lösung finden. Außer beiden zu erklären, dass ich die Standpunkte beider verstehe und wir uns nicht entzweien dürften über die nun schon geraume Zeit anhaltende Abfolge von Ruhe und Streit (zwischen Rhuriel und Marielle vornehmlich), kann ich nicht viel mehr beisteuern. Ich schlage vor, dass mir Rhuriel für den nächsten Tag ihre Medikamente gibt, damit sie einen Tag lang gegenüber Marielle den guten Willen bekundet, nicht derart auf die Pille als Stütze angewiesen zu sein wie Marielle behauptet. So verändert sich ein Diskurs über ein falsch appliziertes Berufsverständnis in einen für heute brüchigen Waffenstillstand meiner beiden Grazien.


In der grüne Aue finden wir Mama Irene tatsächlich vor. Sie nimmt gerade eine Mahlzeit mit einem Zugvogel ein. Jedenfalls stelle ich mir so von weitem einen Zugvogel vor. Zu unserem Leidwesen können weder Irene noch der Zugvogel Mario uns Informationen an die Hand geben, die uns voranbringen. So ist dieser Ast unglücklicherweise auch an seinem letzten Blatt angekommen.


Da der Tag sich bald von der Nacht ablösen lassen wird, reift in mir der Beschluss, dass sie noch jemand meine Wunden ansehen soll, bevor ich wie Rhuriel meine Ruhe für heute in meiner Zelle finden kann. Im Gegensatz zu Rhuriel ist Marielle nicht so müde, weswegen sie meine Schritte bis zum Lazarett begleitet. Über ihre Gegenwart bin ich sehr dankbar. Im Lazarett angekommen, muss ich mich sogleich entkleiden am Oberkörper, damit der Arzt die schlecht verheilte Wundstelle richtig versorgen kann. Er bittet mir die all zu gut bekannten Blätter zum Kauen an, wodurch ein halbwaches Dämmern einträte, aber ich verweigere die Einnahme, um Marielle nicht noch weitere Munition zu liefern. Vielleicht eine übertriebene Reaktion, da auch Marielle mitteilt, dass sie diese Form tolerierte. Die Behandlung ist schmerzhaft und erstreckt sich über viele unangenehme Augenblicke. Am Ende schlafe ich im Lazarett ein und vergesse vor abfallendem Schmerz die Welt um mich herum.


In der Nacht werde ich geweckt. Es ist wieder Marielle, die sich aus ihrer Zelle zu mir aufgemacht haben scheint. Sie teilt mir mit, dass wir zu einem Ort im Nordnordosten so schnell wie möglich aufbrechen müssten, da eine helle Feuersäule am Horizont dort zu sehen wäre. Ich raffe meine Sachen zusammen, dann fliegen wir in diese Richtung davon.


Tatsächlich brennt ein Ort, aber es handelt sich um eine Ansammlung von Gehöften vor dem von Rob und Marielle als in Flammen vermuteten Ort. Neben den brennenden Häusern, steht außerdem die Kirche lichterloh in Flammen. Der Geruch von Asche und anderem verbrannten liegt schwer in der Luft. Die Haut in meinem Gesicht wird durch die aufsteigende Hitze gereizt und spannt sich. Als wir in der Mitte der Ansiedlung landen, hören wir gedämpfte Rufe aus der Kirche. Die verdammte Tür lässt sich nicht öffnen, so das ich mich dazu gezwungen sehe, die Flammen wie erlernt als meinen Freund zu sehen, der mir nichts anhaben kann. Mit Gleichmut springe ich durch eines der Fenster in die Kirche hinein, während meine Scharmitglieder Wasser heran zu schaffen suchen. Wirklich, hier im Kircheninneren haben sich sechs Beginen und Monachen verschanzt. Ich rufe sie zu mir. Als Rhuriel und Marielle einen Korridor um das Fenster abgelöscht haben, beginnen wir mit dem Exodus aus der Kirche. Ein, zwei von den Unglücklichen kommen trotz der Bemühungen der anderen mit dem Feuer in Kontakt, aber wir können uns retten. Draußen.


Die Geretteten werden von Rhuriel versorgt. Marielle setzt ihre Kenntnisse in der Wildnis ein, um nach Spuren der Schänder zu suchen, die hier gehaust haben. Laut einer Begine ist hier eine Gruppe von Männern aufgetaucht, von denen einige gehinkt hätten. Sie hätten die Mildtätigkeit der hier ansässigen Kirchenvertreter erfahren. Aber dann wäre es zu Übergriffen gekommen und letztendlich hätten die von uns Geretteten keinen anderen Ausweg gesehen, als in die Kirche zu flüchten. Vor einer Stunde hätten die Männer den Ort verlassen und hätten hier alles in Brand gesteckt. Da Marielle keine zwingende Spur in dieser Nacht finden kann, beschließen wir, vor Ort zu bleiben und morgen die Spur aufzunehmen. Am nächsten Tag müssen wir leider erfahren, dass Leute seit gestern vermisst werden, was uns aber zusätzlichen Ansporn gibt, die Schuldigen dingfest zu machen. Als weiteres Gerücht, bevor wir gehen, wird uns noch davon erzählt, dass die Männer gestern von einem toten Engel gesprochen hätten, den sie gefunden hätten.


Wir gehen nach Süden, wohin die Spuren führen, die sich jetzt im Licht des Tages zu einer für Marielle lesbaren Fährte verbinden. Wir kommen zu einer Aufschüttung von Steinen, durch die mittig ein Stock getrieben wurde, an dessen Ende ein Hasenkopf steckt. Die Anordnung der Steine und die Information über den toten Engel lassen das Schlimmste vermuten. Nach einer kurzen Untersuchung stellt sich - beim Himmel ! - heraus, dass hier ein Urielit (un)ruht. Was ihn getötet hat und was diese Inszenierung soll – wir tappen im Dunkeln. Marielle ist es indes gelungen, die Fährte weiter zu verfolgen. Wir folgen und sehen, wie sich vor unseren Augen ein weiteres schreckliches Bild abzuzeichnen beginnt. An einem Baum sind um den Stamm Blut getränkte Seile angebracht. Sie scheinen gelockert oder irgendetwas hat an ihnen gezogen. Der ganze Ort ist so gespenstisch. Als wir uns intensiver umsehen, erhebt sich ein großer Körper aus der Erde. Ein massives Monstrum, das mit seinen vielen Beinpaaren auf uns schnurstracks zusteuert. Ich zähle vier Beinpaare, sehe einen Rücken in Form einem gedachten Halbkreises und einen Kopf, der dem einer Spinne und auch gleichzeitig leicht dem Kopf eines Maulwurfs gleicht.


Wir haben aus unseren letzten Kämpfen gelernt und retten uns in die Luft, bevor ein Angriff dieses Tiers uns trifft. Marielle deckt das Tier mit einem Pfeilhagel ein, ich kümmere mich um die immer wieder nach oben schießende Zunge dieses Scheusals, während Rhuriel mit wechselndem Erfolg uns ihre Hände auflegt und so mit der Kraft des Einen versorgt in dieser Zeit der Not.

Langsam und mit viel Bedacht zeichnet sich unser Erfolg ab. Ich lande im Kampfgetümmel wieder, um am Boden gegen das Ding zu kämpfen, das bis zu seinem Ende keinen Stich gegen mich erzielen kann.

Mit einem letzten Hieb von mir sinkt es dahin und kehrt in den Schoß des Herrn der Fliegen zurück. Marielle teilt mir mit, dass sie schon während des Kampfes gesehen hat, dass sich etwas im Hinterleib des Tieres bewegte. Mit dem Flammenschwert schneide ich den, wie ich vermute, Magen auf. Leichenteile und Gedärm kommen mir entgegen. Ich habe damit zu kämpfen, nicht meinen Magen zu entleeren. Dann kommt noch einen halb verdaute Frau hinaus. Ihre Augen, ihre Haut, alles ist nicht mehr so fest, wie man es von einem Menschen kennt, sondern befindet sich in einem Zustand, der an Gelee erinnert. Ich erlöse sie von ihren Qualen.


Hier sind Mächte am Werk, die nichts Gutes vermuten lassen. Ich habe eine neue Aufgabe. Ich werde das Andenken der Samaeliten ehren.

1 Kommentar 6.1.08 20:09, kommentieren

Angelitische Aussichten

Bonjour und willkommen im Jahr 2008! Allen Lesern und Mitspielern der Engel-Rollenspielrunde alles Gute.

In Hinblick auf die neue Runde ergibt sich die sehr gute Perspektive, dass ein weiterer Spieler hinzukommen wird - bei gedrückten Daumen. Ein weiterer Spieler minimiert immer das Risiko, dass man mit Stieraugen ins Fiasko rennt, weil man selbst keine zündende Idee für die so dringend benötigte Lösung parat hat. Andererseits, die XP's werden leider auch weniger dadurch pro Nase... :-)

 

1.1.08 22:24, kommentieren

Über Gratianopel zum Rücken der Welt

Die Wege meiner Schar trennen sich, als ich mich von Rhuriel und Marielle in der Nähe von Nürnberg trenne. Die beiden werden wie ich in ihren Himmeln die Zeit mit weiteren Übungen und der Suche nach spirituellen Erfahrungen auf dem Weg, den der Eine weist, verbringen. Ich sehe der Zeit mit gemischten Gefühlen entgegen. Endlich werde ich Nürnberg wiedersehen, endlich muss ich meine als in Hauptsätzen gedachten Formulierungen nicht mit zur Erläuterung für manche Ohren notwendigen Nebensätzen aufblähen. Die andere Seite stellen den Umstand dar, dass ich zur Untätigkeit verurteilt bin. So unvollkommen die Welt ist, so viele Möglichkeiten bietet sie doch, das Flammenschwert zu nehmen und Recht zu sprechen. Diese Art der Segnung hat mein Herz mit Freude erfüllt.


Als ich die Ausläufer von Nürnberg erreiche, ist die frische Luft dem verbraucht wirkendem Odem des Kolosses gewichen, der sich unter meinen Schwingen abzeichnet. Andere Orden mögen über Nürnberg die Nase rümpfen, doch diese Stadt schafft es erstens, das eine überragend große Zahl von Menschen hier leben kann - und das sowohl satt wie sicher, zweitens ist der Gabrielshimmel ein Bollwerk wie kein zweites gegen die dunkle Saat.


Ich lande auf der Flugplattform, werde begrüßt, aber gleich zu den Arbeitsräumen der ehrwürdigen Em Susat zitiert. Ich verspüre eine Unsicherheit bei diesem Willkommensgeschenk. Em Susat ist so überlebensgroß, sie hat meinen Ausbildern und vielen Fras und Beginen so viele Leitsätze in den Mund gelegt; und nun soll aus dieser Legende eine mir gegenüber stehende Frau aus Fleisch und Blut werden. Selbst ein Gabrielit, der bei einer vielbeinigen und widernatürlichen Kreatur keine Miene verzieht, bliebe davon nicht ungerührt. So reduziere ich Meter um Meter bis zu ihren Räumen. Ich klopfe schließlich an der Tür, an den hinter mir befindlichen Panoramablick über Nürnberg verschwende ich dabei keinen Gedanken. Ich trete ein und werde von Karl, Em Susats Sekretär, eingewiesen. Dann ist es soweit. Em Susat empfängt mich an ihrem Schreibtisch sitzend. Ich darf ihr von den Erlebnissen meiner Schar berichten, deren letzte gemeinsame Tage sie zum Anlass nimmt, um mich über das Mißfallensschreiben von Bischof Janssen [sic] in Kenntnis zu setzen. Die ehrwürdige Susat versteht es, mir einen leichten Schauer über den Rücken zu jagen. Sollte ich mir mein erstes Makelvotiv verdient haben? Weiß der Eine, jenes würde ich bestimmt mit Freude tragen. Aber Em Susat sagt etwas anderes und äußert die gleichen Verdächtigungen gegen die Ramieliten. Es werde zunehmend schwieriger, mit unseren ramielitischen Ordensbrüdern einen zufriedenstellenden Umgang zu unterhalten. Ich würde aus diesem Grund beauftragt, eines ihrer Augen und Ohren zu werden und sie über die Aktivitäten der Ramieliten auf dem Laufenden zu halten. Sie schenkt mir überdies Manna, um meine hierzu notwendigen Auslagen zu decken. Ich danke ihr. Sie erzählt mir noch die Heldentat einer Todesschar von Gabrieliten, die ein Traumsaatwesen, das auf München marschierte und dabei große Teile Ramielisland durchquerte, zur Strecke gebracht hat.


In den nun folgenden Monaten setze ich mich in alten wie neuen Übungen mit der Frage auseinander, wie ich mein Wissen weiter konditionieren kann, um ein noch angemesseneres Werkzeug in der Vorsehung des Einen sein zu können. Ich stelle mir im besonderen die Frage, wie ich zumindest teilweise die Defizite ausgleichen kann, die ich in Hinblick auf die Ramieliten aufweise. Mehr aus Spaß wächst in mir eine Begeisterung für kleine und mittlere mechanische Strukturen. Ich denke an den Himmel zu Prag zurück, wo fast alles durch genau diese Art Technik gesteuert wurde. Ein einfacher Schlüssel durfte es damals nicht sein, alles sei gut so, wie es ist. Diese Frage beschäftigt mich in diesen Wochen aufs Neue. Ich experimentiere mit kleinen Drähten, Zahnriemen, Steckern und Ösen. Nach den ersten Erfahrungen bin ich in der Lage, kleine aber feine Fehler so in der Mechanik zu platzieren, dass sie versagt. Meine verehrten Ramieliten, passt also auf euch auf.


Zeit bleibt auch dafür, meine Augen, nachdem sie zum wiederholten Male von links nach rechts gewandert sind, mit einem flinken Haken an den Anfang einer neuen Zeile zu befördern, bis erst aus Anfang Ende und dann aus Deckel Rücken wird. Dantes Werk mag ich aber nur wenig abzugewinnen, ich liebe leichteren Stoff.


Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich vieles von dem, was in in Nürnberg zu lernen weiß, nicht lernen würde, wenn weiterhin diesen Klopfen in der Nacht da wäre. Über einen Fra komme ich an Blätter, die mir nach dem Kauen einen ungestörten Schlaf verheißen. Es ist himmlisch. So ruhig habe ich lange keine Nacht mehr in einer Zelle verbracht.


Ich vermisse den Umgang mit meiner Schar immer mehr. Um noch mehr Struktur in die von mir geführte Schar zu bekommen, spreche ich mit einem Michaelis-Armatura namens Sergio. Er offenbart mir hilfreiche Tipps, über welche Mittel ein guter Anführer verfügen muss. Nun, zumindest über eine dicke Haut verfüge ich schon dank des Waffenmeisters Roderik, der mich mit einer Parzellarrüstung und einem erstaunlich leichten Schulterschild ausstattet. Gegen den entsprechenden Obolus, natürlich.


An einem Tag, es wird sich als einer der letzten im Himmel herausstellen, werde ich in die Taufhalle gebeten. Ich muss mich nackt bis auf die Flügel entkleiden und in diesem hellen weißen Raum in das bekannte Taufbecken steigen. So, wie das Licht abgedimmt wird, gleite auch in in den Schlaf ab. Täufer heben mich aus dem Becken und bringen mich durch einen Korridor, der aus der Wand entstanden sein muss, in einen metallverkleideten Raum. Was genau dort mit mir geschieht bleibt Geisel meines Schlafes. Nach einer durchleben, schmerzvollen Ewigkeit tritt zum Abschluss der Prozedur einer der Täufer an mich heran und flüstert das Folgende in mein Ohr:


„Bedenke das Opfer der Samaeliten. Folge unserer Sache und diene dem roten Turm. Auf das die verlorenen Werte gewahrt werden mögen.“


Und dann das:


„Ultio sanguinis pro doctrina de honestas.“


Die Schmerzen klingen im Laufe des nächsten Tages ab. Ich erwache in meiner Zelle und werde die kommenden Tage damit verbringen, mich mit meinem Körper und den neu gewonnenen Fähigkeiten auseinander zu setzen.


Dann ist der Tag der Abreise gekommen. Ich verlasse Nürnberg und breche nach Gratianopel auf, zum Himmel der Raphaeliten. Deren Himmel liegt friedlich in unmittelbarer Nähe zu einem größeren Fluss, dessen Arme sich über die Stadt erstrecken. Im Norden erstreckt sich ein ausgedehntes Waldgebiet, das frische Luft hoch bis zu mir bringt. Auf mich wirkt Gratianopel surreal in den Wirren des Krieges hier mitten in Frankreich. Zu schön, um wahr zu sein.


Ein Abt Doron steht Gratianopel vor, leider hatte ich noch nicht das Vergnügen ihn zu treffen. Auch heute, als ich lande, werde ich nur freundlich an die Priorin Swantje verwiesen. In ihrem Arbeitsraum erfahre ich, dass ich noch vor Marielle hier eingetroffen bin. Rhuriel ist als Raphaelitin schon seit Monaten vor Ort, um hier ihre Ausbildung weiter zu verfolgen. Swantje sieht mir den Konsum der Blätter zwar an, ich kann sie jedoch beschwichtigen. Dann bittet sie mich, morgen wiederzukommen, um den Auftrag in der Gemeinschaft der Schar zu erhalten. Ich willige ebenso ein wie auf ihren Vorschlag, mehr Grün in meinen Speiseplan aufzunehmen.


Ich gehe nach dem Gespräch in die Mensa, wo ich Rhuriel vermute. Alsbald ist das Zusammentreffen perfekt, da auch Marielle eintrifft. Wir freuen uns, obwohl ich mir einige Aussagen zu Marielles neuem Schmusetierchem, einem Wiesel, das auf den Namen Animo abgerichtet wurde, besser hätte verkneifen sollen. Marielle scheint darüber nicht sehr erfreut zu sein. Dabei wollte ich sie doch nur ein wenig aus der Reserve locken, um dem Wiesel die Bühne unseres Tisches zu bieten. Aber Marielle belässt es bei Ankündigungen der durch das Wiesel nun offen stehenden Möglichkeiten. Nur einmal, als das Wiesel über meinen Hammerstiel springt und den Hammer gar über den Tisch zieht, bin ich milde beeindruckt.


Am nächsten Tag erhalten wir von Swantje unseren Auftrag. Um Innsbruck herum ereignen sich in letzter Zeit häufig Überfälle auf die Versorgungskonvois. Warum das so ist und wer dahinter stecken könnte, bliebe durch uns zu klären. Wir reisen zeitnah aus dem friedlichen Gratianopel ab.


Der Weg führt uns in die Alpen, in dieses massive Gebirge, das vor Urzeiten einmal von Schnee, wahrscheinlich in den Wintermonaten, bedeckt war. Unvermittelt drängt Marielle darauf zu landen, als sie unter sich einen Fluß erspäht. Wir landen und schlagen ein Lager für die Nacht auf.


Der folgende Tag sieht uns unsere Reiseroute weiter verfolgend. Die Alpen sehen von hier oben betrachtet fast menschenleer aus. Doch unter uns tut sie etwas. Eine Schar Templer wird von dunklen Umrissen angegriffen. Wir landen und sehen, dass es sich wiederum um die Traumsaat handelt. Der Form nach ähnelt das, was sich da bewegt, der Verderberlibelle, der wir auf dem Weg nach Zagreb begegnet sind. Aber der Körper ist filigraner und verfügt über zwei mächtige Scheren. Außerdem erweckt ihr Fortkommen den Anschein, als würde das Wesen vom einen zum anderen Ort springen und dabei kurz unsere Wahrnehmung verlassen. Die Gabrielistempler sind in der Defensive, so bleibt mir nur, mich mit meinem entflammenden Schwert auf die Kreaturen zu stürzen. Marielle wirkt indes eine Kraft, die sie verschwimmen lässt vor meinem Auge. Rhuriel bleibt vorerst zurück.


Es entbrennt ein schlimmer Kampf. Trotz meiner neuen Rüstung erleide ich mehr Treffer, als mir lieb sein kann. Rhuriel tut ihr bestes, um mich bei Kräften zu halten, aber irgendwann stehe ich fast vor dem Ende. Zusammen mit Marielle und den überlebenden Templern gelingt es mir, das letzte dieser Tiere zu vernichten. Einer der Templer berichtet, dass sie auf aus Tross aus sieben Mann von Nürnberg aufgebrochen sind, um Traumsaatkreaturen zu fangen, damit junge Gabrieliten wie auch ich es einst gewesen bin, daran ihre Kräfte messen konnten.


Die Bemerkung des Templers, dass wahrscheinlich nur die Gabrieliten diesen Teil der Welt richtig befrieden könnten, wird sowohl von Rhuriel wie auch Marielle als Aufforderung zur Wortmeldung interpretiert. Es kommt zu Verstimmungen. Ich beende die Diskussion mit einem Machtwort. Es reicht mir, wenn immerzu die Unzulänglichkeiten anderer Ordnen mit der angeblichen Machtgier der Gabrieliten kaschiert werden sollen.


Die vier toten Templer werden noch vor Ort bestattet. Marielle spricht einige nicht wirklich tröstliche Worte, dann machen wir uns nach einem Adieu zu den Templern auf, um Unterschlupf in einer alten, weiter oben am Berg gelegenen Hütte zu suchen.

1 Kommentar 29.12.07 14:32, kommentieren

Errata

Hallo,

zwei kurze Richtigstellungen:

  1. Raphaeliten werden nicht mit Doppel-F geschrieben. Sorry, kleine Holländer!
  2. Mein Scharmitglied heißt Rhuriel, das habe ich richtig vom Spielleiter-NSC-Bogen abgeschrieben, ist aber trotzdem nunmehr falsch.

 

28.12.07 10:51, kommentieren

Der Bruch mit den Ramieliten

Die Kogge gleitet sanft das Wasser teilend in den Hafen von Visby. Hier herrscht ein geschäftiges Treiben, Schiffe werden im Akkord be- oder entladen, wenn nicht beides gar zur gleichen Zeit durchgeführt wird. Die Haupteinnahmequelle der Visbier ist dem Offensichtlichen nach das mit gesundem Grün geschmückte Tannenholz, das in enormer Quantität verladen wird. Kleinere Hubkräne werden von versierten Arbeitern bedient, die Arbeitsfolgen wirken wie einstudiert. Wir machen an einem Liegeplatz fest, Taue werden von unserem Schiff zu einem der Hafenarbeiter geworfen, da kommt schon Jörge, der Hafenmeister von Visby, auf uns zu. Er heißt und mit dem Bekenntnis zum Einen willkommen in Visby. Ich erlebe wieder eine Überraschung, da ich mit einer relativ hohen Liegegebühr gerechnet habe, aber einen halben Euro für einen Tag ist dagegen verschwindend gering in meinen Augen. In welchem Verhältnis stehen da die Preise von Ingrid, ein Lächeln umspielt bei diesem Gedanken mein Gesicht.


Jörge kann uns bei unserer dringlichsten Frage weiterhelfen. Ein Schiff mit den von uns gesuchten fünf Silberscheiben als Kennung läge im Hafen. Von Stund an liegt damit eine Anspannung in der Luft. Die Frage rückt in den Vordergrund, ob es uns heute schon gelingen wird, die Strolche zu fassen, die wir verfolgen. Marielle, Ruriel und ich fassen den Entschluss, uns hier in Visby bedeckt zu halten, um unseren Widersachern keine noch so kleine Gelegenheit zu geben, uns vorzeitig zu bemerken und sich davonzustehlen. Wir entsenden Titian und Nele, die eher auf Titian Acht geben soll, damit er sein Boot identifizieren kann. Sie kommen wenig später zurück. Es ist das Boot, das wir suchen. Also legen wir uns auf die Lauer und harren dem Moment, an dem die unrechtmäßige Mannschaft an Bord zurückkehrt. Marielle übernimmt die Wacht auf einem der Dächer. Zwischen zwei Giebeln wird sie in dem Moment ihren Eulenpfeil abfeuern, wenn sie jemanden das Schiff betreten sieht. Ruriel und ich warten indes an Deck unseres Schiffs auf diesen Moment.


Marielle muss nicht lange warten, da betreten zwei Figuren das von ihr beobachtete Schiff. Sie haben Jutesäcke auf ihren Schultern. Marielle feuert ihren Eulenpfeil – jetzt fällt mir auch ein, dass es laut ihr auch Pfeile der gleichen Machart gibt, mit denen die Laute anderer Tiere zu imitieren sind – so exakt ab, dass der Pfeil kurz nach dem Überqueren unseres Schiffsdecks ins Wasser fällt. Ruriel und ich fliegen zum ehemaligen Schiff von Titian. Marielle stößt am Ende der Wegstrecke zu uns. Gemeinsam sehen wir, wie einer der beiden Unholde wild gestikulierend den anderen, der gerade unter Deck seinen Sack verstaut zu haben scheint, zu sich ruft. Dann versuchen beiden vor unseren Augen zu fliehen. Marielle schießt einen Pfeil ab und verletzt den einen schwer am Fuß. Ich lande und versuche, den anderen mit der flachen Seite meines Schwertes zu betäuben, was mir leider nicht gelingt. Als Antwort erhalte ich einen sekretartigen Auswurf in Richtung meines Gesichts gespuckt. Der Eine lässt mich den Augenblick gewinnen und mich ausweichen, bevor diese Säure auf meinen Körper treffen kann. Den Fleck, auf dem sie auftrifft, verwandelt sie zu einem zischenden und dampfenden, lebensfeindlichen Stelle. Nach einigem Hin und Her, mehr als mir als Gabrieliten lieb sein kann, bestehe ich meine Aufgabe und kann den Mann oder besser den Versuchten seinem Fliegenherrn und -meister näher bringen.


Beide Männer schaffen wir wieder an Bord. Marielle und ich untersuchen die unteren Decks, während Ruriel den zuvor von Marielle überwältigten in Schach hält. Wir finden die von den Männern getragenen Säcke recht schnell. In beiden sind die uns aus Kosnitz geläufigen Muscheln enthalten. Jetzt steht die Anklage also endlich und unwillkürlich. Ich versuche, mehr aus dem Verletzten Paktierer mit der Traumsaat zu quetschen, doch der kann nicht mehr sagen, als dass er erst heute morgen für die Aufgabe, etwas an Bord zu tragen, angeheuert wurde.


Mittlerweile ist die Meldung über die Auseinandersetzung im Hafen von Visby bis zu den Ramielitentemplern vorgedrungen. Eine Delegation, die von der hiesigen Scharlachreiterin Tamara angeführt wird, erreicht das Boot und verlangt Aufklärung. Wir schildern ihr unsere Beweggründe und was sich hier zugetragen hat. Ihrerseits weiterhelfen kann sich uns nicht. So bleiben wir ohne neue Impulse und machen uns in Ermangelung besseren Wissens daran, die übrige Landung des Schiffes einer genauen Untersuchung zu unterziehen. Im Laderaum sind Holzstämme untergebracht, die bei näherer Betrachtung erst Einkerbungen offenbaren, die auf den zweiten Blick sich als Löcher herausstellen, die in den Baumstamm getrieben wurden. Die Löcher gehören jeweils zu einem Ring, der den Baum umgibt auf dem gesamten Umfang umschließt. Jeder dieser Ringe ist wiederum von dem nächsthöheren oder -niedrigerem gute viereinhalb bis fünf Fuß entfernt. Aus den untersuchten Löchern können wir Muschelschalen extrahieren. Darunter sieht es so aus – wir sägen einen Baum im Durchschnitt auf - , als befände sich eine dunkle und zähe Flüssigkeit darunter. Seltsam, werden in diesen Löchern die falschen Muscheln herangezogen? Oder wird hier etwas anderes, weitaus schlimmeres genähert? Wir wissen uns keine Antwort auf diese und andere Fragen. Die Scharlachreiterin nennt die Holzsiedlung als wahrscheinlichen Ort, von dem die gefällten Baumstämme nach Visby auf dem Landweg transportiert werden. Der Vergleich mit den Holzladungen auf anderen Schiffen führt zu dem Ergebnis, dass nur diese eine Ladung von den Löchern betroffen ist. Zumindest das ist eine gute und beruhigende Information.


Aus den spärlichen Informationen setzen wir ein rudimentäres Bild zusammen. Mit den infizierten Baumstämmen sollte Visbys Ruf ruiniert werden. Als Bonus schlüpft dann gar noch was auch immer aus den Baumstämmen – das Chaos wäre perfekt.

Wir machen uns mangels Alternativen zur Holzsiedlung auf, obwohl wir uns nicht erklären können, wie die Kogge mit dem Holz erst gestern einlaufen und heute schon wieder ablegen würde, wenn dieser perfide Plan nur von den an Bord befindlichen Personen ausgeheckt worden wäre. Anscheinend sind auch hier in Visby Agenten der Traumsaat am Werk, die einen reibungslosen Transport von Menschen, Material und Verderbnis organisieren. Sei es drum, so oder so arbeitet die Zeit gegen uns.


So fliegen wir aus Visby hinaus zur Holzsiedlung, zu der ein schmaler Pfad führt inmitten diesen dichten Nadelwaldes. Von hier oben scheint das gesunde Grün in Myriaden von Facetten durch. Die Schöpfung des Einen ist so physisch an diesem Ort der Welt, das ich es fast nicht glauben kann, dass unweit von hier die gleichen Mächte walten, denen wir inzwischen so häufig begegnet sind, die alles in ihrer infernale Vorstellung von Umwelt verwandeln möchten. Von wir fehlen, wir hier irgendwann nur Staub und bis auf den nackten Fels von der Erosion abgeschliffener Boden vorherrschen. Und dann kriechen einzig die rückradlosen Vasalen des Herrn der Fliegen. Ziemlich grausamer Gedanke bei all dem Leben, das uns in dieser Stunde umgibt. Unter uns schlängelt sich bald der Eisenweg. Diese parallel verlaufenden Eisenstangen stammen noch aus der alten Zeit. Wozu sie gedient haben, bleibt im Dunkel der Geschichte zurück.


Wir erreichen die Holzsiedlung. Der Eisenweg führt vor uns geradewegs in einen tiefen, dunklen Tunnel. Zur rechten tut sich die Siedlung auf, die aus festen Hütten wie aus provisorisch aufgestellten Hütten besteht. Am Ende des Dorfes sind die gefällten Hölzer auf verschiedenen Stößen für den weiteren Transport abgelegt. Um uns davon zu überzeugen, dass die Holzstämme auch die in Visby gesehenen Löcher aufweisen, landen wir. Und wir finden die gleichen Narben der Traumsaat im Holz. Der Arbeiter, der sich hier um alles zu kümmern scheint, rufe als er uns sieht nach Verstärkung. Fast wirkt es, als wären wir schon erwartet worden. Mehrere Männer Mit Äxten kommen auf uns zu. Der Kampf entbrennt aufs Neue. Wieder diese Versuchten, wieder die gleiche wilde blinde Wut auf uns Engel. Der Kampf wird erbittert geführt, sie nutzen ihre anfängliche Überlegenheit, die Marielles Bogen und mein geliebtes Flammenschwert aber umzukehren wissen. Zum ersten Mal erleide ich sogar einen Treffer, so dicht ist das Gewühl in den ersten kritischen Sekunden. Der vom Einen uns geschenkte Lebensfunke ist wieder einmal stärker und lässt sie uns niedermachen.


Doch zwei Männer entkommen uns vorerst und flüchten in den Tunnel, in dem es stockfinster ist. Ruriel, Marielle und ich sind uns unschlüssig, was das beste Vorgehen wäre. Einzig Marielle verfügt über eine besondere Gabe auch im Dunkeln sehen zu können. Als aus der Höhle höhnische Aussagen an mein Ort dringen, hält es mich nicht mehr, ich gehe weiter mit den anderen hinein. Eine Feuerkugel entsteht vor uns, die für Momente die Silhouette eines Mannes mit einem Rucksack oder etwas ähnlichem offenbart. In seinen Händen hält er einen einer Fackeln ähnlichen Gegenstand, der mit dem besagten Rucksack verbunden zu sein scheint. Der Feuerkugel weichen Marielle und ich so gut es in dieser beengten Umgebung eben geht aus. Ruriel wird bedauerlicherweise arg in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt ist es an der Zeit, mein Feuer zu entzünden. Wie ein Derwisch laufe ich auf die menschliche Fackel zu und teile ihn mit einem Hieb in zwei Hälften. Den merkwürdige Apparat können wir jetzt aus der Nähe betrachten. Schläuche führen von einer in der Hand zu haltenden Stab zu zwei Stahlflaschen auf dem Rücken des Trägers. Wer versorgte die Leute vor Ort mit dieser Technologie. Die Traumsaat ist dafür nicht bekannt, wer dann aber. Der Nordbund, ein Schrottbaron, eine andere weltliche Vereinigung, die auf die alten, schlechten Tugenden setzt? Unfassbar.


Weiter geht es zu einer Verzweigung im Schein meines Flammenschwertes. Der linke Tunnel ist wohl schon seit langem verschüttet, also bleibt uns nur der rechte Tunnel. Dann kommt etwas so ungeheuerliches ins Blickfeld, dass ich es erst nicht begreifen will. Vor uns entfaltet sich das bizarre Götzenbild einer Traumsaatkreatur, dessen großer Kopf den ganzen Tunnel einnimmt. Marielle läuft zurück und holt den Feuerspucker. Aus sicherer Entfernung brennen wir dann diesen Frevel hinweg. Im Feuer wird der hintere Bereich des Tunnels sichtbar. Als das Feuer an Intensität verliert, gehen wir hindurch und weiter. Wir finden unweit des Götzenbildes einen Kasten mit Drähten, der mit verbrannt ist.


Am Ende des Tunnels sehen wir, das dort mehrere Schränke und wieder diese unsäglichen Geräte stehen, mit welchen die Menschen ihren eigenen Untergang heraufbeschworen haben. Von einem Gerät führen Drähte hinauf in die Freiheit. Wir steigen deshalb die Leiter hinauf und folgen diesen Drähten, die hoch in die Krone eines Baumes führen. Ich ziehe am Draht, es raschelt und regelmäßig geformtes Metall fällt hinab. Was mag das nur sein?


Es muss Ruriel oder Marielle gewesen sein, die einen fliegenden Punkt am Horizont gemacht hat. Wir steigen alle auf, um das zu inspizieren. Marielle als Vogel unter den Engel ist schnell bei der Verfolgung und beim Aufschließen zu dem Punkt. Ruriel und insbesondere ich haben zu kämpfen, um zumindest an Marielle dranzublieben. Marielle kann unterdessen den Punkt am Horizont zu einem weiteren Versuchten werden lassen, denn sie mit gezielten Schüssen mit ihrem Bogen dem Ende zuführt. Dann kehren wir zurück, um die Schränke genauer untersuchen zu können.


Im Tunnel stellt sich heraus, das hier vorsintflutliche Waffen gemeinsam mit allerlei technischem Gerät gelagert werden. Wir machen uns daran, die Waffen zu verstören. Ein Schluss löst sich dabei unabsichtlich aus der Waffe, die ich gerade in Händen halte und fährt durch die Wand. Ich sehe mir die Eintrittsstelle der Metallkugel an und finde es. Auf den ersten Blick sieht es fast wie eine Pfeilspitze aus. Nun, wenn man die zwei Teile davon zusammensteckt. Das Ordenssymbol der Ramieliten ist von außen auf dem Ding abgebildet. Wenn ich es wieder auseinander nehme, dann wird das innen liegende schwarze Plättchen wieder sichtbar, in dem das Licht reflektierende Metallstreifen eingearbeitet sind. Das ist mir viel zu filigran, als das ich damit irgend etwas anfangen könnte. Aber ein dumpfer Verdacht, denn ich im Beisein meiner Schar noch nicht äußern möchte, beschleicht mich. Hier sind wir fertig.


Zurück ins Dorf. Nun haben wir die Zeit, uns die Häuser genauer anzusehen. Ein Wimmern dringt nach außen. Angefressen, angespornt und schwerer verletzt als ich es mir eingestehen will, reicht es mir erneut, ich trete die Tür ein. Dahinter ist eine Gruppe von Frauen und Kindern zu sehen, die nach eigenem Bekunden von ihren Männern hier eingesperrt worden sind. Ihre Männer hätten sich vor ein paar Tagen verändert und sie hier zusammengepfercht, um sie vor den Gefahren, die in der Umgebung lauern würden, zu schützen. Nachdem wir den Frauen tränenreich den Verlust ihrer Männer begreiflich gemacht haben, beschließen die Frauen zurück nach Visby zu gehen. Wir bieten unser Geleit an, bitten uns aber noch einige Minuten aus, um noch die umliegenden Häuser zu kontrollieren.


In einem Haus werden wir im Keller fündig. Dort werden in einem länglichen Raum in Kesseln, die in einer Art Kreislauf mit frischem Wasser durchspült werden, die von uns gesuchten verdorbenen Muscheln gezüchtet. Nach einem kurzen Gedankenaustausch wie sie am besten zu beseitigen wären, beschließen wir, die Muscheln mit dem in einem der Zelte gelagerten Salz zu vergiften. Dann brennen wir zur Sicherheit das Haus bis auf die Grundmauern nieder, nachdem wir aus den Kesseln das überschüssige Wasser abgelassen haben.


Wir begleiten die Frauen und Kinder wie versprochen nach Visby. Dann machen wir uns zum Armatura Halge auf. Ich möchte, auch wenn es schon Nacht ist, mit Bischof Jansen sprechen. Halge fragt nach, ob es wirklich notwendig ist, was ich bejahe. Mit gleicher Vehemenz treten wir im Bischofssitz auf, bis endlich Bischof Jansen vor uns steht. Im Morgenmantel und hinter seinem Schreibtisch sitzend, hört er unsere gesamte Geschichte an. Als Schlussnote zeige ich ihm den mit dem Ramieliten-Ordenssymbol verzierten Gegenstand. Er ist sichtlich ergriffen, könne aber nichts weiteres dazu sagen. Der Gegenstand müsse nach Prag zur Auswertung geschickt werden. Dann verschwindet der Gegenstand in einer der Schubladen und für Bischof Jansen scheint die Sache erledigt. Das heizt mich an. Ich werfe ihm Dinge, die man besser nicht einem Bischof gegenüber äußert, an den Kopf. Könnte es gar sein, dass Ramieliten mit dem Nordbund zusammenarbeiten und so ungewollt sogar der Traumsaat zuspielen? Ich rede mich in Rage und breche fast endgültig den Stab über den Ramieliten, so stark ist mein Grimm. Ich bin wie in den Rücken gestochen von den Ramieliten. Es scheint so, dass das, was wir auf der einen Seite abtöten können, von manchem Akt der Ramieliten wieder zunichte gemacht wird. Diese verdammten Bücherwürmer, die alles besser wissen müssen. Wenn ich erfahre, das einer meiner Schar oder einer meiner Ordensbrüder deshalb versehrt oder getötet wurde oder wird, dann ist es mit der Gewähr für meine Selbstbeherrschung vorbei. Das teile ich auch dem Bischof mit. Diesem ist im Laufe meiner Ausführungen die Farbe aus dem Gesicht gewichen. Einzig noch der Befehl, das wir uns in unseren jeweiligen Himmeln einfinden sollen, kommt ihm über die Lippen, zudem willigt er ein, unsere Ausgaben zu kompensieren, so dass jeder von uns Manna im Gegenwert von fünfhundert Euro erhält.


Wir gehen als Schar auseinander und ich begebe mich auf den Weg nach Nürnberg. Vereinbarungsgemäß wollen wir uns im Himmel der Raffaeliten wiedersehen, in Gratianopel...

1 Kommentar 25.12.07 21:00, kommentieren

Der Seeweg nach Visby

Die Nordsee ist so rau wie an den meisten Tagen. Das friedliche Wesen eines Binnenmeeres büßte sie meines Wissens nach in vorsintflutlichen Zeiten ein, bevor die Angelitische Kirche die Welt neu ordnete. Das Wasser muss auf das flache Land als ein Fanal von Sturmflut getroffen sein. Verrückt, die Menschen mit all ihrer Technologie, mit dem von ihnen immer wieder geäußerten Bekenntnis zur solidarischen Gemeinschaft, konnten es nicht aufhalten. Ich weiß zu wenig über die Geschichte des „Davor“, um eine präzisere Beurteilung abgeben zu können, aber ein Fakt bleibt die Tatsache, dass das, was letztendlich zu diesem wilden Meer führte, wieder aufflammen dürfte, wenn es die Kirche nicht gäbe. Ich glaube, das Hauptproblem der Menschen besteht darin, dass sie eine ganz eigene Idee von Allmacht entwickeln, sobald sie sich sicher genug fühlen, selbst wenn dieses Gefühl so trügerisch daher kommt wie im vergangenen Zeitalter. Sie brauchen ein Gefühl der Unvollkommenheit und einer funktionierenden Autorität, um sich nicht im nächsten zerstörerischen Akt ihres Schauspiels zu ergehen.


Die Templer haben indes gut aufgefasst, dass ich ihnen bei unserem letzten Besuch vor unserer Abfahrt in der Garnison mitgeteilt habe, dass wir unter Umständen auf Traumsaat treffen. Nun, ich kenne Gabrielitentempler. Sie sind aus dem gleichen massiven Holz wie wir Engel. Einige von ihnen speien zwar ihr Essen über Bord, aber das ist kein Indiz dafür, dass sie auf welche Art auch immer verängstigt wären.


Die Zeit der Überfahrt nutze ich, um mit dem Steuermann Claus ins Gespräch zu kommen. Claus befährt die Gewässer der Nordsee schon seit 15 Jahren, so dass ihn seine Frau und die Kinder nicht oft zu Gesicht bekommen. Für ihn ist es ein Novum, dass er so lange und so nah mit Engel gemeinsame Zeit verbringt, kein Engel hätte je ihn und seine Familie in Urbs Lipsia besucht. Ich bin angetan vom Steuern des Schiffes und darf kurzzeitig, nachdem mir Claus die wichtigsten Dinge erklärt hat, selbst einmal das Steuer ergreifen und nach Steuerbord abdrehen. Ein herrliches Gefühl mit dem schneidenden Wind der Nordsee. Außerdem lässt mich Claus eine Portion seines Pfeifenkrauts rauchen. Darüber mokiert sich Marielle, aber warum alles auslassen, was wenn dann nur mir selbst zu Schaden gereicht?!


In der Nacht zum dritten Tag unserer Reise poltert es an Deck. Wir, schlaftrunken, machen uns an Deck auf. Die Aufbauten des Vorderschiffs erreichend, sehen wir, was den Lärm verursacht hat. Zwei Riesenkrebsen ähnliche Ausgeburten der Traumsaat haben allem Anschein nach einen Templer über Bord geworfen. Ein zweiter wird just in diesem Moment von einem der beiden Riesenkrebse bedrängt. Im Lichtschein der beiden an Deck angebrachten Lampen kann ich einen besseren Blick auf die beiden schrecklichen Widersacher erhaschen. Ich meine von dieser Unart als Seemahren gehört zu haben. Wiederum ist die Zeit für ein raschen Handeln kommen. Ich entzünde mein Flammenschwert, während sich Marielle mit ihrem Bogen daran macht, die Panzer der Tier zu durchdringen. Ich suche mir Deckung hinter einem der Masten, um diesen scharfen Scheren auszuweichen, was mir auch während des ganzen Kampfes gelingen soll. Eine haarige Situation beginnt sich an die andere zu Reihen, ich fürchte um die Leben der Templer, die sich selbstlos den Tieren in den Weg stellen. Ruriel wirkt verschiedene ihrer wunderbaren Kräfte, die mich gekräftigt durch ihre Fingerspitzen, mit größerer Wucht zuschlagen lassen. Es mag nicht viel Sand durch Claus' Uhr gelaufen sein, aber bald liegen diese Kreaturen tot auf Deck. Uns bleibt nicht viel anderes übrig, als uns um die Verletzten zu kümmern, die es überleben werden. Nur ein Mann ist verschollen. Marielle und ich starten, um nach ihm zu suchen, doch er bleibt auf See zurück.


Unser Glück im Unglück wird durch eine glückliche Fügung weiter aufgewertet, als Marielle am Hinterleib der Seemahren wie sie es nennt Feuerschwämme findet, eine ihrer Aussage zufolge wertvolle Ressource, für die in den richtigen Kreisen viel Geld geboten wird.


Tags darauf erreichen wir Visby auf Gotaland, um dort im Hafen unsere Suche nach einem Schiff zu beginnen, das laut Titian durch fünf handgroße reflektierenden Silberscheiben zu finden sei.

24.12.07 01:15, kommentieren

Urbs Lipsia

Wir steigen langsam hinab nach Urbs Lipsia. Ich möchte es nicht beschreien, aber insgeheim habe ich mir die Stadt imposanter vorgestellt. Nürnberg ist gottgegeben größer, aber eine Stadt, die von sich behaupten kann, die Neue Hanse mit ihrer Hauptvertretung zu beherbergen, sollte einfach...anders aussehen und sich damit eine andere Außenwirkung geben. Gar scheint es, als wäre Urbs Lipsia irgendwann dem Umstand geschuldet entstanden, dass ein paar Heimatlose aus schierer Erschöpfung an diesem Ort zu siedeln beschlossen hätten. Wahrhaft keine Tatsache, mit der man öffentlich hausieren geht. Wir setzen auf der Landeplattform dieser durch die Nordsee geprägten und mit Sicherheit auch geplagten Stadt auf. Ein letzter Blick in den Abendhimmel lässt das gesellschaftliche Gefälle erahnen, das die Wohnviertel voneinander trennt. Im Westen, unweit des Hafens, die einfachen, mitgenommenen Hütten und Häuser der einfachen Menschen, im Osten dagegen die prächtigeren Häuser und Villen der vermögenderen Einwohner. Das obere Ende ist durch die neue Hanse gekennzeichnet, die auf der östlichen Hafenseite ihr Quartier bezogen hat.


Wir werden von einer Begine begrüßt und willkommen geheißen. Nach dem Austausch netter Worte bringt sie uns zur obersten gabrielitischen Repräsentantin, Stella. Stella ist eine Frau im fortgeschrittenen Alter und, wie sie uns im Verlauf mitteilt, Mutter dreier Kinder, ihren Dienst am Einen hat sie somit schon mehr als erfüllt. Ein bemerkenswertes Leben auch, da die stringenten Tagesabläufe über diese vielen Tage ihren Tribut gefordert haben dürfen. Sie ist über den Grund unseres heurigen Besuchs angetan. Die möglichen Konsequenzen können ihrer Meinung nach eine ganze Menge Staub aufwirbeln. Folgerichtig bittet sie um absolute Diskretion bei unseren Nachforschungen mit Hinblick auf die Ereignisse in Kosnitz.


Ein Ereignis ganz anderer Art findet den Worten Stellas zufolge morgen stand: Das Fischerstechen. Das klingt in meinen Augen wie Poesie, wie nach einem Rohdiamanten, den man unvermittelt im Staub der Erde findet. Eine Volksmär, die den Sprung zu einer lebendigen Tradition geschafft hat. Die Menschen in diesen Zeiten haben nicht viel Erfreuliches, von dem sie sich inspirieren lassen können, das Fischerstechen ist eines der wenigen Dinge, die den Kreislauf der Monotonie durchbrechen. Im Kern geht es bei dem Fest der Sage nach um zwei Brüder, Fischer, die sich über die gemeinsame Liebe zu einer Frau entzweien, weil jeder von beiden die Frau für sich beansprucht. Sie steigern sich mehr und immer mehr in Rage und gehen am Ende gar mit Stangen, auf ihren jeweiligen Boot stehend, aufeinander los. Plötzlich taucht eine Traumsaatkreatur auf und greift die beiden Brüder an. Die Brüder erkennen, dass sie nur eine Aussicht auf Erfolg gegen dieses Ungetüm haben, wenn sie ihre Differenzen beiseite legen. So beschlossen, prügeln sie das unnatürliche Leben aus dem Vieh. Beide Brüder beschließen, sie nie wieder wegen einer einzigen Frau so anzufahren. Diese Geschichte bildet die Grundlage dafür, dass sich die mutigsten Männer in jedem Jahr, am Bug ihres Bootes stehend, mit Stangen duellieren. Ziel dabei ist, seinen Gegner mit der Stange so zu treffen, dass dieser von seinem Boot fällt. Klingt nach Prestige, das muss ich bewundernd anerkennen. Engel treten nicht gegen Menschen an, dürfen wohl gegen andere Engel antreten.


Stella wir selbst beim Fischerstechen nicht anwesend sein, da sich der Termin mit dem Lanzenfest in Jena überschneidet. Wir danken ihr für den freundlichen Empfang und nehmen unsere Untersuchungen auf. Auf dem Flur treffen wir auf eine andere Engelsschar, die von Asamel, einem Michaeliten, angeführt wird. Es kommt zu einem Austausch von Informationen und Gedanken. Die andere Schar hat im sehnlichst von mir erwarteten Frankreich gekämpft, gegen die Traumsaat in vorderster Front. Allesamt weisen alle Engel der Schar mehr Tätowierungen als meine Schar auf. Was müssen sie schon alles erlebt haben? Wenn sie die bisherigen Jahre in dieser Konstellation überstanden haben, dann ist dieser Michaelit nicht aus dem schlechtesten Holz geschnitzt. Ein größeres Wunder ist noch das Überleben des Ramieliten, der nicht nur überspannt wird, sondern auch noch auf den Furcht einflössenden Namen Sumsael hört. Wir gehen als Freunde auseinander.


Fliegend sind wir nur kurz zum Hafenviertel unterwegs. Fünf Schiffe liegen vor Anker, hektische Betriebsamkeit zeugt vom engen Versorgungsverbund, auf den die Nordseeanrainer angewiesen sind. Mit Anna ist die Hafenmeisterin schnell gefunden. Der Eine hat ihr ein Kind geschenkt, das sie begleitet, ein zweites ist dem Augenschein nach unterwegs. Sie kann uns nicht bei der Suche nach unserem Schiff helfen. Ich unterhalte mich noch mit der Besatzung eines Schiffes, das aus Frankreich stammt, dann verfolgen wir Marielles Plan näher, um zu Resultaten zu kommen. Marielle hat vorgeschlagen, dass wir die Liebesdienerinnen befragen, die mit als erste mit den Männern der eintreffenden Besatzungen auf ihre Weise zu tun haben. Ein zweifelhaftes Gewerbe, aber warum nicht den fast verlorenen Frauen eine Gelegenheit geben, sich für die Sache des Einen einzusetzen. Wir gehen zu den Lagerhallen im Osten. Dort stehen die, die nur mit ihrem Körper Profit machen können. Eine der Dirnen, ich nenne sie den Ereignissen vorgreifend Maria, lässt eine lästerlichen Einwurf aus ihrem Mund entweichen. Ruriel reagiert als erste und geht ohne Umschweife auf die Frau los. Ich halte mich zurück und nehme erst an der weiteren Konversation teil, als ersichtlich wird, dass Ruriel es nicht bei einem einfachen Widerspruch lassen wird. Strafe muss sein, auch weil ich es nicht anders entscheiden kann. Es handelt sich um einen Schmähruf gegen den Einen, dafür muss sie die Verantwortung übernehmen. Wir bringen sie zur hiesigen Garnison, wo Maria bis zu einem Urteil inhaftiert werden soll.


Nachdem wir Maria in die Hände der Templer überstellt haben, begrüßt die Armatura Nele. Nele ist eine groß gewachsene, blonde Frau, die über eine bestechend aggressive Ausstrahlung verfügt, denn über eine offen liegende Attraktivität. Sie erkundigt sich nach dem Grund unserer Anwesenheit in Urbs Lipsia. Wir teilen mit, dass wir nach einem Mann suchen, der Titian heißt. Ja, einen Titian kenne sie, aber der müsse sich morgen vor dem Gericht und entgegen der Neuen Hanse als Ankläger verteidigen. Er habe ein Schiff auf See verloren, dessen sei er angeklagt. Ich bin nun eher verwirkt als voller Freude auf das absehbare Treffen mit diesem Titian. Alle Pfade, die wir bisher verfolgt haben, werden mit dieser Information länger bis zu ihrem Ziel. Verdammt, könnte es nicht zur Abwechslung einfach sein. Gut, dann werden wir also nach dem Fischerstechen morgen zur Verhandlung gehen.


Wir kehren zurück in die Abtei in die uns zugewiesenen Schlafzellen. Ich für meinen Teil durchlebe eine ruhige Nacht. Kein Klicken kann in diesen Stunden meinen gesunden Schlaf stören. Am nächsten Tag bereiten wir uns auf den Besuch des Fischerstechens vor. Nach einer köstlichen Speise, die hauptsächlich auf Reis als Grundlage basierte, machen wir uns zu den Fischteichen auf, wo das Stechen stattfindet. Die ersten Duelle haben anscheinend schon einen Sieger gesehen. Das Publikum verfolgt die Auseinandersetzungen zwischen den zwei Parteien von einer provisorischen Erdtribüne aus. Bisher wirkt das Publikum allerdings kaum voller Euphorie. Vielleicht liegt das daran, das Bischöfin Stellas Protégè Jerome die Kämpfe dominiert. Asamels Schar ist auch hier. Nun, dann können wir dem Publikum das geforderte Spektakel bieten. Nele, die abseits die Kämpfe verfolgt, legt den Modus fest. Danach losen wir aus, wer gegen wenn antritt. Zuerst ist Marielle diejenige, die auf ihren Gegner warten muss. Es wird der Urielit aus Asamels Schar gezogen. Beiden steigen auf ihre zugeteilten Boote und machen sich bereit. Die Boote legen ab, entfernen sich voneinander, nur um dann aufeinander zuzufahren. Ein schneller Stoß des anderen Urieliten und Marielle steht vor der Wahl, ins Wasser und fallen, wie es Usus ist, oder sich in die Luft zu erheben wie ein Engel. Ihre Entscheidung fällt auf die erste Wahl, ich bin stolz auf sie. Dann ist Ruriel an der Reihe. Asamel soll ihr Schicksal werden. Als sich die Stangen von Ruriel und Asamel begegnen und Asamels Stange ihre Seite mit voller Wucht triff, gleitet sie betäubt erst mit ihrem schönen Gesicht auf den Steg, auf dem sie steht, dann fällt auch sie ins Wasser. Ich springe in die Luft und fliege zu ihr. Auch Asamel hilft dabei mit, ihren tauben Körper aus dem Wasser zu fischen. Es gelingt, sie ans Ufer zu bringen und zu stabilisieren.


Nun ist es an mir, das Ergebnis aus unserer Sicht zu verbessern. Ich ziehe Sumsael, den Ramieliten, der nicht begeistert zu sein scheint. Aber ich empfinde es als gerechte Wahl, in Frankreich besteht schließlich auch keine Wahlfreiheit bei der Art der Traumsaatkreaturen. Der Kampf ist vorbei, bevor er richtig angefangen hat. Meine Vermutung, dass der Ramielit ein Kandidat für die zweite und jede folgende Reihe ist, bestätigt sich, als er ungelenk erst von meiner Stange getroffen wird und dann Bekanntschaft mit dem Wasser schließt.


Dem Publikum ist das zu einfach. Es hält sich mit Applaus zurück. So fordere ich noch den Gabrieliten der Schar von Asamel heraus, Daniel. Ich sehe diesem Kampf mit wachsendem Elan entgegen. Es ist anders, einem waschechtem Kämpfer gegenüber zu treten als einem lebenden Buchrücken. Daniels erster Schlag trifft mich unvorbereitet. Der Schmerz schießt mir durch den Körper. Exzellenter Schlag, mein Ordensbruder. Wieder kommt sein Boot auf mich zu. Wieder diese eine Finte zu viel und ich werde wieder getroffen. Die Luft geht mir langsam aus. Einen nochmaligen Hieb werden ich nicht stehend nachfolgend erleben. Das Blatt wendet sich im dritten Durchgang. Mehr instinktiv als berechnend handelnd, stoße ich meine Stange in seinen Leib, auf dass ich von zwei verblüfften Augen angestarrt werde. Daniel fällt ins Wasser. Ich streiche den Lohn der Mühe ein und lasse mich feiern von der Meute. Ihre Tänze erlebe ich nur noch am Rande, denn Ruriel und Marielle benötigen Heilung.


Am Abend machen wir uns in einem besseren Licht zu Titians Verhandlung auf. Von unseren Anwesenheit ist man überrascht. Engel ziehen sonst ihr absolutes Urteil dem einer Gerichtsverhandlung vor. Titians Hände sind durc dicke Seile fixiert. Er beteuert seine Unschuld mit Vehemenz. Dann erscheint Johannes von der Neuen Hanse in Begleitung von zwei Wachen. Die Anklage wird verlesen und das Verfahren beginnt. Nachdem sich Johannes geäußert hat, ergreife ich das Wort. Ich erkundige mich danach, ob Johannes jede Schiffsreise persönlich mit seinem Kürzel absegnet. Als da bejaht wird, verlange ich die Aufzeichnungen der Neuen Hanse zu sehen, um die Schrift mit der auf dem Brief abzugleichen, den wir beim Müller in Kosnitz gefunden haben. Dem wird entsprochen. Ein Vergleich verläuft negativ. Ich sehe nun die Notwendigkeit, mich zu erklären; dass wir vermuten, das jemand von der Neuen Hanse hinter den Geschehnissen in und um Kosnitz stecken würde. Dem stehen Titians Aussage, dass er von den Passagieren seines Schiffes kurz nach dem Auslaufen überwältigt wurde und nun der negative Abgleich der beiden Schriftbilder gegenüber.


Als positiver Kontrapunkt steht am Ende die Vereinbarung, dass wir mit einem Schiff im Auftrag des Gerichts und der Neuen Hanse nach Titians verlorenem Schiff und gleichzeitig damit nach den Männern suchen werden, die allem Anschein nach den östlichen Nordseeraum destabilisieren wollen. Eine Mannschaft soll bis morgen zusammengestellt werden, zudem werden wir Nele und einige Templer mitnehmen und darüber hinaus auch Titian, damit er sein Schiff und die Personen identifiziert, die als Agenten des Bösen aufgetreten sind.


Die Zeit bis zum Auslaufen verbringen wird damit, unsere Kriegswerkzeuge bei Ingrid, einer Waffenhändlerin auf dem Markt von Urbs Lipsia, auf Basis der Empfehlung von Nele aufzubessern. Für mich ist nicht wirklich etwas dabei, was ich mir auch leisten kann. Es hat in der Welt seiner Menschen Preis, ein Leben auszulöschen. Wäre nicht die Traumsaat, wäre ein jeglicher Wucher auch gerechtfertigt, aber beim Einen, niemand kennt die Klauen und die Zähne, die auf uns warten. Marielle würde fast ihren Urieliten-Komposit-Langbogen versetzen, aber Ruriel ruft sie noch rechtzeitig zur Ordnung. Anstatt dessen erwirbt sie zwei seltene Urielitenpfeile, einen Jagdpfeil und einen Pfeil, der Tierlaute von sich geben kann.


Dann ist unsere Abreise gekommen. Dem Sohn der Hafenmeisterin drücke ich noch eine Feder von mir in die Hand, dann reisen wir mit guten Winden in Richtung Gotaland ab.

1 Kommentar 23.12.07 23:06, kommentieren

Der Weg nach Urbs Lipsia

Wir treffen wieder in Krakau ein. Eine spürbare Zufriedenheit ob der von uns gelösten Herausforderungen in Kosnitz ist unser Begleiter auf dem Flug gewesen. Auf der Landeplattform setzen wir auf. Zwei Dinge verbitten sich einen weiteren Aufschub. Zuerst suchen wir den Bischof auf, dem wir von unserem Erfolg berichten. Dann leite ich auch schon dazu über, Marielle von einem Makelvotiv zu erlösen, so wie uns es der Armatura als Reaktion des Bischofs auf sein Lobesband für Marielle in Aussicht gestellt hat. Der Bischof stimmt zu und Marielle ist mit einem Mühlstein weniger belastet. Außerdem kommen wir auf den in deutscher Sprache verfassten Brief zu sprechen. Der Bischof schickt uns deshalb zu einem Gelernten, der der deutschen Sprache auch in der Schrift mächtig ist.
Johannes, der Gelehrte, kann die perfiden Anweisungen ohne Anstrengung für uns vertonen. Demnach hat der Oberste der Neuen Hanse in Urbs Lipsia, der aus purer Ironie auch auf den Namen Johannes hört, zwei, vielleicht mehr Männer angewiesen, für Unruhe entlang des Nordseeraums zu sorgen. Mehr oder weniger sollten sie die jeweilige Lage vor Ort destabilisieren und somit auch die Angelitische Kirche schwächen. Verdammter Titian. Hätte ich schon an Marikes Fischerstand gewusst, was für ein Halunke du bist, wer weiß, vielleicht gar ein vielgliedriges Ding, das den Exkrementen des Herrn der Fliegen entsprungen ist, dann hätte mein Schwert dir schon damals den Schmerz erspart, denn ich dir nunmehr um so länger zufügen werde. Wir bedanken uns bei Johannes, dem Gelehrten und informieren in Bezug auf das neue Wissen den Bischof ein weiteres Mal. Dieser bitte uns darum, in Urbs Lipsia in der Angelegenheit tätig zu werden. Im Gabrielitenland, in Terra Ventosa, wo Schwertarme wie meiner endlich die lange vermisste Stabilität sichern.
Wir fliegen los. Nach Stunden queren unsere Schwingen die Grenze, die das Lehen um Urbs Lipsia zum Ramielitenland abgrenzt. Jedenfalls kommt mir der Gedanke an eine Grenze, die wir überquert haben müssen in den Sinn, als ich wieder Ordnung in der Anordnung von Straßen und Felder zu erkennen meine.
Eine Abwechslung zu den sich in alle Himmelsrichtungen erstreckenden Tomoffelfeldern bietet eine Schar von Menschen, die sich um ein Erdloch gebildet hat. Wir berühern unweit von den Menschen, die sich über unsere Ankunft sichtlich freuen, die Erde. Schnell steht fest, dass einer von ihnen mitsamt des Förderkorbes in die Tiefe gestürzt ist. Klettern, selbst in diesem von Menschenhand gefertigten Schacht, ist nicht ohne Gefahr. Unsere Flügel sind in diesen beengten Verhältnisse eher Last als Freude. Eine Seite des Schachtes misst gut und gerne nur meine Körpergröße. Ich entscheide mich dafür, mich mit Goliath Stärke zu versehen. Aber dem wohligen Empfinden, die eigene Lebenskraft für ein höheres Ziel geben zu können, folgt nicht die erhoffte Wirkung. Währenddessen versucht sich Marielle am Abstieg hinunter. Zweimal muss Ruriel sie vor einem Sturz gleich zu Beginn an der Einstiegskante festhalten, dann schafft es Marielle bravorös in die Dunkelheit abzugleiten. Sie scheint einen Teil der Strecke weiter unter zwar zu fallen, doch ihr gelingt es, sich und den Verletzten Kumpel in den Korb zu legen, das daran befestigte Seil nach oben zu befördern, so dass wir mit vereinten Kräften den Kumpel nach oben ziehen können. Die Menschen sind dankbar für unsere Hilfe und preisen uns. Wir verbringen mit ihnen zusammen die Nacht in ihrer Unterkunft. Am nächsten Morgen machen wir das, wozu sie zu selten kommen, um ihrer Familien zu sehen, wir brechen nach Urbs Lipsia auf und lassen die Armen hinter uns.

1 Kommentar 21.12.07 18:50, kommentieren

Fähigkeiten

Mit dem Gabrieliten kann man zwar nicht gut Kirschen essen, aber wenn es um Bonustalente geht, dann, ja dann...

Ich habe mich nach Ausweichen als erste Fähigkeit für Wachsamkeit (Alertness) entschieden. Ich stelle zudem fest, dass Tenuriels Intelligenz (12) für viele schöne Sachen zu niedrig ist. Brachiales geht aber immer. ;-).

Wachsamkeit habe ich gewählt, weil mir die Spot-, 'tschuldigung Entdecken-Checks ziemlich in die Eingeweide fahren. Negativ. So habe ich nunmehr +2 Boni auf Entdecken und Lauschen, was Sinn macht, meiner Meinung nach.

Bald mehr über unsere High-definition Adventures in Leipzig. 

19.12.07 22:56, kommentieren


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